4. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung 2021 – DIGITAL

Unser Fazit

 

Anders als patientenzentriert und integrativ zu behandeln, darf sich nicht lohnen – Dazu bedarf es zielgerichteter, handfester Anreize


So lautet eine zentrale Aussage des 4. HFG, das am 25.02.2021 erstmals als reine Digitalveranstaltung unter der Moderation von Rolf Stuppardt (Welt der Krankenversicherung) und Dr. Annette Mehler (Abbott) stattfand.


Begrüßung mit Julia Rondot, Dr. Annette Mehler und Rolf Stuppardt.

Unter der Überschrift Gesundheit und Pflege nachhaltig neu gestalten wurde eine interessante Debatte mit hoch kompetent Referent*innen im Austausch mit dem Publikum geführt: Wie kann eine vernetzte, integrierte, durchlässige und letztlich konsequent patientenorientierte Versorgung mehr zur Regel werden als bisher?

Der Arzt und Naturwissenschaftler Dr. Dr. Klaus Piwernetz stellte ein systemtheoretisch abgeleitetes Konzept eines bedarfsorientierten Regelsystems mit Zielen vor, die in der Versorgung vor Ort indikations-, patientenorientiert und evidenzbasiert mit einer Pflicht zur Gesundheitsberichterstattung erreicht werden sollen.

Thomas Bodmer (DAK-Gesundheit) erhofft sich durch den rasanten Fortschritt der Digitalisierung einen maßgeblichen Durchbruch für mehr Vernetzung und Kooperation in den Versorgungsketten und für eine sektorenübergreifende Versorgung.

Die Engpässe in der gegenwärtigen Versorgungslandschaft müssten lösungsorientiert in den Blick genommen werden: Finanzierung, Planung und Digitalisierung, so Roland Engehausen (Bayerische Krankenhausgesellschaft).

Die Notwendigkeit der Einbeziehung der Ausbildung in die Versorgung betonte Prof. Dr. Jana Jünger (IMPP Mainz).

Die Erfahrungen mit patientenorientierten Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung im von der Robert Bosch Stiftung geförderten Projekt PORT zeigten nach Auffassung von Dr. Bernadette Klapper (Robert Bosch Stiftung) die Notwendigkeit der Schaffung von Gesundheitskompetenz bei Patient*innen.

Auf die handfesten Interessen gewachsener Strukturen und ihrer inhärenten Wirkungen auf das Handeln und Positionieren der maßgeblich Verantwortlichen in den unterschiedlichen Leistungs- und Kostenträgerbereichen wies Prof. Dr. Herbert Rebscher (IVG Gyhum-Hesedorf) hin.

Michael Weller (GKV-Spitzenverband) ist der Auffassung, dass Standardmindestvoraussetzungen auf Bundesebene geschaffen werden sollten, während auf Landesebene regional geplant und integrativ umgesetzt werden müsse.

Roundtable 1: Vernetzung Kooperation, Integration – Gesundheit und Versorgung integrativ gestalten. Jetzt in der medhochzwei-Online Akademie anschauen.

Dr. Jan Hensmann (BMG) stellte die derzeit in der Umsetzung befindlichen sechs Digitalisierungsinitiativen des BMG vor, die eine transparentere und besser vernetzte Versorgung stützen würden.

Prof. Dr. David Matusiewicz (FOM Hochschule) erklärt: Was wir bräuchten – das lehre nicht zuletzt auch die Corona-Krise –, ist eine regelhafte digitalisierte Versorgung, bei der Innovationen und digitale Anwendungen nachhaltig zum Einsatz kommen.

Nach Auffassung von Prof. Dr. Boris Augurzky (Stiftung Münch, RWI, Mitglied Corona-Expertenbeirat Bundeministerium für Gesundheit) werden die Erkenntnisse aus den Maßnahmen und Folgen der Krise spätestens ab 2022 Grundlage für Neugestaltungen sein, die Innovationspotenziale auf der regionalen Ebene in den Fokus bringen.

Aus Sicht eines konsequent kundenorientierten Krankenkassenunternehmens komme es auf die Treiber Transparenz und Vernetzung an, so Dr. Gertrud Demmler (Siemens BKK).

Dr. Helmut Hildebrandt (OptiMedis AG) spricht über ein Modell, das wirtschaftliche Anreize dazu nutzt, mehr Anreize für regionale Integration zu setzen und das Gesundheitssystem zukunftssicherer zu machen.

Sandra Postel (Pflegekammer Nordrhein-Westfalen) sieht den Einbezug interprofessioneller Pflegekompetenz bei integrierten, vernetzten gesundheitlichen Versorgungen in der Region als notwendig an.

Digitale Transparenz und schnelle Versorgungsprozesse in bestimmten Versorgungssegmenten wie z. B. dem der schwierigen Hilfsmittelversorgung unter weitgehender Abschaffung von Papier und Bürokratie seien die Kernleistungen und Erfahrungen der HMM Deutschland, so deren Geschäftsführer Istok Kespret.

Roundtable 2: Prozesse, Qualität, Instrumente, Praxisbeispiele – Einblicke in zukünftige Versorgungsgestaltung. Jetzt in der medhochzwei-Online Akademie anschauen.


Die Zukunft von Gesundheit und Pflege müsse regional vernetzt und konsequent patientenorientiert aufgestellt werden, so das Fazit des 4. Heidelberger Gesundheitsforums.

Eine vollständige Aufzeichnung der Veranstaltung steht ab sofort hier zur Verfügung.

 

Aktuell wie nie:
Integrierte Versorgung als nachhaltige Regelversorgung auf regionaler Ebene

Ein umfangreicher, zweiteiliger Fachartikel in der Zeitschrift WELT DER KRANKENVERSICHERUNG (Ausgabe 7-8/2020 und 9/2020) beschäftigt sich mit den Möglichkeiten der Einführung Integrierter Versorgung als Regelversorgung auf regionaler Ebene. Die Gruppe von Autor*innen um Dr. h. c. Helmut Hildebrandt (Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG) beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Hürden bei der Entwicklung einer nachhaltigen, bedarfsgerechten, robusten und gleichzeitig fairen, integrierten Gesundheitsversorgung in einer wachsenden Zahl von Regionen und – in einer überschaubaren Zeit – als Regelversorgung für ganz Deutschland. Die Autoren weisen darauf hin, dass sie den Begriff „Integrierte Versorgung“ im Sinne der indikationsübergreifenden Versorgung ganzer regionaler Populationen verwenden.

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Die Veranstaltung wird publizistisch begleitet von WELT DER KRANKENVERSICHERUNG

 

Kooperationspartner:

 




 

Veranstalter

 

medhochzwei Verlag GmbH
Alte Eppelheimer Str. 42/1
69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 91496-0
E-Mail: info@medhochzwei-verlag.de
www.medhochzwei-verlag.de



Zeitschrift WELT DER KRANKENVERSICHERUNG
Herausgeber Rolf Stuppardt
Gipsstr. 23b
10119 Berlin
Tel.: 02206 / 912104
E-Mail: rst@stuppardtpartner.de
www.welt-der-krankenversicherung.de

 

Schirmherrschaft:

Prof. Dr. rer. nat. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg