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Im Interview beim 9. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung sprach Rolf Stuppardt, Herausgeber der Zeitschrift „Welt der Gesundheitsversorgung“ mit Dr. h.c. Helmut Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender OptiMedis AG über eine Studie, die die Defizite in der hausärztlichen Versorgung in den Griff bekommen könnte: „Wir hatten das Glück, dass die Bertelsmann-Stiftung uns beauftragt hat, die Daten von zwei Praxen, die schon sehr innovativ mit Delegationen arbeiten, zu analysieren,“ so Hildebrandt im Interview. Außerdem erklärte er am Ende des Gesprächs, wie unsere Segmente bezüglich einer konstruktiven Umsetzung stehen.
Mehr Informationen zu der Studie und ihren Ergebnissen erhalten Sie auch in der Ausgabe 2/2026 der „Welt der Gesundheitsversorgung“. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
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Stuppardt: Dr. Hildebrandt, Sie haben hat in der neuen Ausgabe der „Welt der Gesundheitsversorgung“ die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die zeigt, wie wir die Defizite in der hausärztlichen Versorgung ziemlich gut in den Griff bekommen könnten. Was sind die wesentlichen Ergebnisse dieser besonderen Studie?
Hildebrandt: Wir hatten das Glück, dass die Bertelsmann Stiftung uns beauftragt hat, die Daten von zwei sehr innovativen Praxen hinsichtlich der Arbeit ihrer Delegationskräfte zu analysieren, die bereits heute sehr fortschrittlich mit Delegation arbeiten. Die Delegationskräfte bestehen einerseits aus Physician Assistants (PA), also Praxisassistenten mit akademischer Ausbildung, und nichtärztlichen Praxisassistenten, eine Weiterbildungsform von medizinischen Fachangestellten.
In unserer Studie sind wir den Fragen nachgegangen, was diese Kräfte in der Alltagspraxis unter den Rahmenbedingungen der heutigen Delegationsvereinbarung konkret machen können. Und das Ergebnis zeigt, dass sie sehr viel machen können und, gerade die Physician Assistants, auch sehr gut ausgebildet sind. Sie können also den Ärztinnen und Ärzten in der Praxis sehr viel Arbeit abnehmen und somit letztendlich die ärztlichen Versorgungskapazitäten erweitern.
In den beiden untersuchten Praxen, konnte die ärztliche Arbeitskapazität durch den Einsatz von Delegationsskräften so fast verdreifacht werden, indem sie wirklich sehr viel Arbeit in den Praxen übernommen haben. Dazu gehören beispielsweise die Dokumentationsarbeiten, einzelne Patientenaufklärungsarbeiten oder die Voruntersuchungen vor der eigentlichen Diagnoseentscheidung. Auch bei der Steuerung und Weiterentwicklung von Patienten, die zu Wiederholungsuntersuchung kommen, konnte die Erfahrungen dieser Praxisassistenten in der Praxis gut genutzt werden.
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