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Auf dem Restaurantschiff „La Concha“ startete unter dem Motto „Auf Gesundheit setzen – digital, nachhaltig und partnerschaftlich!“ der Vorabend des 9. Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung optimistisch.
Für einen Sekt auf dem Deck der „La Concha“ reichte es noch, bevor stürmischer Regen die Stimmung im Bug des Restaurantschiffs besonders gemütlich machte. Der prasselnde Regen passte zu Mark Twains Abenteuern auf dem Neckar, mit denen Julia Rondot, Geschäftsführerin des medhochzwei Verlags, in den Vorabend des Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung einführte: „Der heutige Abend soll ein Abend unter Freunden sein, eine Möglichkeit sich auszutauschen und vielleicht noch nicht allzu viel über Gesundheit zu reden, wie morgen.“ Gar nicht so einfach auf einem Schiff, das an diesem Abend fast nur Fachleute aus dem deutschen Gesundheitswesen an Board hatte.
Die Mitveranstalter Prof. Dr. Lutz Hager, stellvertretender Vorstandsvorsitzender Gesundheitsplattform Rhein-Neckar e.V. und Rolf Stuppardt, Herausgeber des Magazins „Welt der Gesundheitsversorgung“, stimmten die Gäste in ihrer Begrüßung auf einen geselligen Abend ein. Rolf Stuppardt illustrierte mit einer persönlichen Anekdote, warum er das HFG so schätze: Seine Enkelin habe ihn gefragt, was er am heutigen Abend eigentlich in Heidelberg mache. Als er antwortete, er sei auf einem Schiff mit vielen Menschen, die gemeinsam essen, trinken und jemand lese sogar vor, war ihr Wunsch klar: „Da will ich mit!‘“. Ihre Begeisterung verflog allerdings schnell, als sie erfuhr, dass es sich bei den Gästen um lauter Erwachsene handelte, die nur über Krankheit und Gesundheit sprechen würden. Zu langweilig für das kleine Mädchen, für Rolf Stuppardt jedoch der besondere Mehrwert des Forums: „Ich dagegen bin weit über meinen Ruhestand hinaus gerne hier, denn ich möchte mich für die Gesundheitsversorgung meiner Enkelin in der Zukunft einsetzen.“
Als besagtes Programmhighlight hatten sich die Veranstalter etwas Überraschendes ausgedacht: Eine Dinner-Speech mit Lesung von Bestseller-Autor Peter Grandl. Annette Xandry, Programmleiterin des medhochzwei Verlags, hatte Grandl ein Jahr zuvor bei einer Lesung kennengelernt und für den Vorabend gewinnen können. Ganz in der Tradition der Schriftsteller wie Mark Twain und Goethe stimmte Grandl, auf das Forum ein – nur dass es bei ihm weniger romantisch zuging: sein neuester Thriller „Reset: die Wahrheit stirbt zuerst“ befasst sich mit den durchaus bedrohlichen Möglichkeiten von KI, die auch im Gesundheitssystem eine immer größere Rolle spielt. Gruselig wurde es, als Grandl aus dem ersten Kapitel von „Reset“ vorlas, in dem Terroristen scheinbar ein Flugzeug kapern und Deep Fakes eine große Rolle spielen. Doch Grandl beruhigte schnell: „Ich bin ein optimistischer Mensch und so enden meine Bücher in der Regel gut.“
Anschließend wurden über Tortilla und knusprigen Calamari angeregte Gespräche geführt – ob es dabei nicht doch um Gesundheit ging, konnte niemand versprechen. Den Abschluss machte Julia Rondot mit einem Anlass zur Freude für das nächste Jahr: „2027 feiern wir das zehnjährige Jubiläum des Heidelberger Forum Gesundheitsversorgung. Heute konnten wir vom Neckar auf das Schloss schauen – und für das große Jubiläum im nächsten Jahr werden wir vom Königstuhl auf das Heidelberger Schloss und den Neckar hinabblicken. Darauf freue ich mich schon!“