// Rolf Stuppardt
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Die BÄK hat eine medizinisch-wissenschaftliche Bestandsaufnahme zu Public Health vorgelegt. Ausgehend davon, dass demografischer Wandel, die Zunahme chronischer psychischer Erkrankungen sowie veränderte Lebens- und Arbeitsbedingungen das Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen stellt, gewinnt ein Public-Health-Ansatz, der Risiken erkennt, wirksame Prävention ermöglicht und die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig stärkt, eine prioritäre Bedeutung. Neben der Tatsache, dass Gesundheit und Krankheit von individuellen Verhaltensweisen abhängt, sind diese doch auch zunehmend beeinflusst, von Lebensumständen und sozialem Status. „Es geht darum, Ursachen von Erkrankungen zu erkennen, Prävention zu fördern und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Wenn wir die Gesundheit der Bevölkerung langfristig stärken wollen, müssen wir sie im Sinne eines Health-in-all-Policies-Ansatzes in allen Politikfeldern mitdenken“, sagt Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.
Dementsprechend gibt es seitens der Ärzteschaft Empfehlungen: Ressortübergreifende gesundheits- und umweltpolitischer Entscheidungen, transparente Koordination und übergreifende Governancestrukturen mit einem „Whole of Government“-Ansatz, ein politisches Sanktions- und Anreizsystem, um der Priorisierung der kurativen gegenüber präventiven Maßnahmen entgegenzuwirken, eine kontinuierliche und systematische Erhebung, Analyse und Bewertung von gesundheitsbezogenen Daten sowie eine gezielte und bedarfsgerechte Berichterstattung, eine systematische wissenschaftliche Überprüfung von Wirksamkeit und Erfolg von Public-Health Maßnahmen und eine wissensbasierte, effektive Gesundheitskommunikation. Näheres hier.
Dieser Beitrag stammt aus dem Welt der Gesundheitsversorgung Newsletter 06-2025. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!
// Rolf Stuppardt