// Rolf Stuppardt
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Rund 686 Millionen Euro haben die gesetzlichen Krankenversicherungen im vergangenen Jahr in Aktivitäten zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten, Betrieben und für einzelne Versicherte investiert. Das geht aus dem heute vorgelegten Präventionsbericht des GKV-Spitzenverbandes und des Medizinischen Dienstes Bund (MD Bund) hervor. Gemessen an den Milliarden, die für Behandlung ausgegeben werden wirkt das wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, zumal wir evident wissen, was durch gezielte Prävention alles verhindert werden kann. Doch zeigen die Zahlen auch das im Rahmen ihres gesetzlich festgelegten Verantwortungsbereichs weitgehende Engagement der Krankenkassen für Prävention. Denn Prävention ist sicher nicht nur eine Angelegenheit der Krankenkassen und der Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes hat Recht, wenn er sagt, dass dies wichtige gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind. Prävention könne nur gelingen, wenn (Finanz-)Verantwortung viel stärker als bisher auch von Bund, Ländern und Kommunen als Gestalter von Lebens- und Gesundheitsbedingungen übernommen wird. Blatt betonte, dass angekündigte Reformvorhaben – wie die Weiterentwicklung des Präventionsgesetzes – genau an diesem Punkt ansetzen müssen, um bessere Rahmenbedingungen für den Ausbau bedarfsgerechter und nachhaltiger Gesundheitsförderung und Prävention zu schaffen.
Laut Präventionsbericht konnten die Krankenkassen im Jahr 2024 die Zahl der dokumentierten gesundheitsfördernden und präventiven Aktivitäten in Lebenswelten wie Kitas, Schulen und Kommunen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. Insgesamt wurden fast 8,9 Millionen Menschen (plus 15 Prozent) in 52.535 Lebenswelten (plus zwölf Prozent) erreicht. Etwa die Hälfte aller Aktivitäten in Lebenswelten wurden in Kitas und Grundschulen durchgeführt.
Dieser Beitrag stammt aus dem Welt der Gesundheitsversorgung Newsletter 06-2025. Abonnieren Sie hier kostenlos, um keine News aus der Branche mehr zu verpassen!
// Rolf Stuppardt